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Bewertungen von Behandlern

Bewertungen von Behandlern zum Bruxismustrainer

Hier finden Sie eine Auswahl an Beurteilungen, die sich konkret
auf den Bruxismustrainer MyoStaeb® E beziehen:

Auszug aus:

Stellungnahme zum Einsatz von tragbaren EMG-Biofeedbackgeräten (Elektromyogramm-Biofeedbackgeräte) in der Behandlung von Patienten mit muskulär vermittelten Dysfunktionen (insbesondere Bruxismus, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, temporomandibuläre Dysfunktion) und weiteren primär muskulär bedingten Schmerzzuständen.

von Prof. Dr. M. Fichter, Dr. J. Heuser, Klinik Roseneck, Prien a. Chiemsee, 2002

"[...] Gerade bei Bruxismus und anderen terriporomandibulären Dysfunktionen bietet die Behandlung mit Biofeedback im Vergleich zu den traditionellen Behandlungskonzepten eine Reihe von klinisch bedeutsamen Vorteilen. So ist die derzeit übliche Behandlung bei Bruxismus derzeit die Anpassung einer Auf¬biss-Schiene durch den Zahnarzt bzw. Kieferorthopäden. Ziel dieser Behandlung ist primär der Schutz der Zähne. Das Beißen selbst dagegen kann durch diese Behandlung nur bei einer Minderzahl der Patienten verhindert werden. Dies hat zur Folge, dass es bei den meisten Patienten zu einem regelmäßigen Durchbeißen der Aufbiss-Schiene kommt und eine neue Beißschiene hergestellt werden muss.Dies ist mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Ebenso kann durch die Aufbiss-Schiene zwar ein recht effektiver Schutz der Zähne erzielt werden, die mit dem Beißen verbundenen Begleiterscheinungen wie Morgenmüdigkeit, Kopfschmerzen, Kiefersperre und ausgeprägte Schmerzen in der Kiefermuskulatur werden in der Regel jedoch nicht gebessert, so dass bei dem Patienten auch trotz der Behandlung ein nicht unerheblicher Leidensdruck bestehen bleibt. Da der Patient durch die Behandlung mit der Aufbiss-Schiene keine unmittelbare Rückmeldung über seine (häufig nächtlichen) Beißaktivitäten erhält, Kann er auch nicht lernen, diese zu unterbinden.

Genau an dieser Stelle setzt die Behandlung mit den tragbaren EMG-Biofeedbackgeräten an. Das Gerät wird bei dem einzelnen Patienten individuell so angepasst, dass es nach max. vier Sekunden erhöhter Beißaktivität einen Alarmton ertönen lässt, der erst dann beendet wird, wenn die Beißbewegung wieder nachlässt. Hierdurch erhält der Patient eine unmittelbare Rückmeldung auf seine dysfunktionale muskuläre Aktivität in der Kiefermuskulatur und kann so lernen, diese frühzeitig zu unterbinden. Während der Patient zu Beginn der Therapie in der Nacht durch den Warnton des Biofeedbackgeräts zunächst noch häufiger geweckt wird, lässt diese Weckreaktion im Laufe der Therapie deutlich nach, da der Patient lernt, seine dysfunktionale Beißbewegung sofort beim Auftreten des Alarmsignals zu unterdrücken, ohne dass es zu einer Weckreaktion kommt. Im weiteren Verlauf der Therapie lernt ein Großteil der Patienten, die dysfunktionale Beißaktivität deutlich zu reduzieren oder völlig zum Verschwinden zu bringen. Wir arbeiten in unserer Klinik seit vielen Jahren mit großem Erfolg mit dieser Methode und können sowohl aus der eigenen klinischen Erfahrung mit inzwischen weit über 100 Patienten [Stand 2002, Anm. von Staeb Medical] wie auch aufgrund des aktuellen wissenschaftlichen Standes der Literatur zur Effektivität dieser Behandlungsmethode die Biofeedbackbehandlung bei Bruxismus nur nachdrücklich empfehlen. [...]"

Auszug aus:

Biofeedback und zahnmedizinische Behandlungsansätze bei temporomandibulären Störungen und Bruxismus

Dr. Dipl.Psych. Hans-Jürgen Korn, In: Verhaltenstherapie, Ausg.15, 2005

"[...]Die Wirksamkeit des Biofeedback bei der Behandlung von TMS-Patienten ist mittlerweile gut belegt (Crider & Glaros, 1999; Flor & Birbaumer, 1993; Mishra et al., 2000; Gardea et al., 2001). In den meisten Studien wurde dabei die Aktivität der Kaumuskulatur gemessen und den Patienten zurückgemeldet (sog. Elektromyogramm, EMG), so dass diese lernen konnten, diese Muskulatur auf ein Minimum zu entspannen. Es existieren verschiedene Studien, die EMG-Biofeedback mit einer Schienenbehandlung bei TMS-Patienten verglichen. Dabei zeigten sich entweder keine Unterschiede in den Behandlungsbedingungen (Dahlström et al., 1982; Dahlström & Carlsson; 1984), oder die Biofeedback-Behandlung erwies sich hinsichtlich der klinischen Beeinträchtigung und in subjektiven Beschwerdemaßen als überlegen (Hijzen et al.; 1986). Es gibt allerdings auch Hinweise, dass die Kombination von EMG-Biofeedback mit einer Aufbissschiene effektiver sein kann als beide Behandlungen isoliert (Turk et al., 1993).

Seit den 70er Jahren werden für die Behandlung des nächtlichen Bruxismus mit Biofeedback akustische Alarmsysteme verwendet. Diese Systeme messen die EMG-Aktivität der Kaumuskulatur während der Nacht und lassen einen Alarm ertönen, wenn das EMG Hinweise auf eine bruxistische Aktivität liefert. Diese Methode baut theoretisch auf der Konditionierungsmethode zur Behandlung von nächtlichem Bettnässen auf, dabei erfolgt kontingent auf das Kriteriumsverhalten ein akustischer Weckreiz. Dieser aversive Stimulus wird immer dann ausgelöst, wenn das Kaumuskel-EMG eine vorher definierte Schwelle überschreitet. Es wird angenommen, dass sich die muskuläre Aktivität beim Bruxieren sowohl hinsichtlich der Kraft als auch der Zeitdauer von funktionalen oralen Aktivitäten (wie z.B. dem Schlucken) unterscheidet (Birner et al., 1994). Mit entsprechenden EMG-Geräten, die mit zeitlichen und aktivitätsabhängigen Schwellen arbeiten, können somit bruxistische Episoden prinzipiell entdeckt werden. Es existieren verschiedene Studien, die die Wirksamkeit derartiger Alarmsysteme untersuchten. So konnte bis auf eine Ausnahme (Piccione et al., 1982) während der Behandlung eine Reduktion der bruxistischen Aktivität (Kardachi & Clarke, 1977; Funch & Gale, 1980; Clark et al., 1981; Rugh & Johnson, 1981; Moss et al., 1982), als auch subjektiv eine Verbesserung der Beschwerden erreicht werden (Feehan & Marsh, 1989).

[...] Ausserdem scheint eine längere Verwendung des Alarmsystems über mindestens 2 Monate stabilere Effekte zu ermöglichen: In einer Studie wurde ein nächtliches EMG-Alarmsystem über mindestens 60 Nächte hinweg eingesetzt und in einem Drei-Monats-Follow-Up ergaben sich stabile Ergebnisse hinsichtlich der Reduktion bruxistischer Aktivität (Hudzinski & Walters, 1987). Auch wenn die empirische Basis für die Verwendung ambulanter Alarmsysteme nur moderat ist, zeigten die Studien mehrheitlich eine Reduktion der nächtlichen bruxistischen Aktivität. Zur Vermeidung von Rebound-Effekten scheint eine länger andauernde Behandlung und ein graduelles Ausschleichen notwendig zu sein.

In Deutschland ist derzeit lediglich ein ambulantes EMG-Gerät auf dem Markt, das eine entsprechende Bruxismus-Behandlung ermöglicht. Bei dem Gerät der Firma Bauer-Staeb (MyoStaeb®-E) können individuelle Schwellenwerte eingestellt werden und mit einer viersekündigen Latenz der Alarmfunktion kann davon ausgegangen werden, dass bruxistische Episoden auch relativ gut von dem Gerät erkannt werden. Bei einem bruxistischen Verhalten, das tagsüber auftritt, kann das Gerät außerdem dafür verwendet werden, dysfunktionales Verhalten besser zu erkennen. Zudem können mit dem Gerät Wahrnehmungsübungen durchgeführt werden, da über verschiedene Leuchtdioden der muskuläre Anspannungsgrad zurückgemeldet werden kann. Bei TMS-Patienten konnte festgestellt werden, dass diese hinsichtlich der Anspannungsgrade ihrer Gesichts- und Kiefermuskulatur Defizite in der propriozeptiven Wahrnehmung aufweisen [Flor et al., 1992; Glaros, 1996]. Durch die Rückmeldung dieser Muskelanspannung kann eine verbesserte Wahrnehmung und Kontrolle der Muskulatur erreicht werden. Dies kann Patienten ermöglichen, parafunktionale orale Gewohnheiten besser zu erkennen und zu vermeiden. Darüber hinaus ermöglicht das Gerät eine gute Entspannungskontrolle in der häuslichen Umgebung des Patienten."

Auszug aus:

Stellungnahme zum Einsatz vom EMG-Biofeedbackgeräten in der Behandlung von chronischen Schmerzzuständen (Kopfschmerz, Rückenschmerz, temporomandibuläre Dysfunktion TMD) sowie weiteren muskulär vermittelten Dysfunktionen (z. B. Bruxismus)

von Prof. Dr. Winfried Rief, Philipps Universität Marburg, April 2002

"[…]Auch bei Bruxismus, temporomandibulären Dysfunktionen und zahlreichen weiteren Erkrankungen bietet sich der Einsatz von Biofeedback an und konnte bereits wissenschaftlich fundiert werden. Gerade bei diesen Erkrankungsbildern treten die muskulären Verspannungen oftmals in Situationen auf, wo sie den Patienten nicht bewusst sind. […] In vielen Studien konnte belegt werden, dass Therapieerfolge, die zu Hause erreicht werden können, langfristig wirkungsvoller sind als Therapieerfolge, die ausschließlich in der medizinischen Praxis oder Klinik erarbeitet werden. Gerade der Einsatz von tragbaren Biofeedbackgeräten stellt deshalb eine wichtige Hilfe dar, um Therapieerfolge von medizinischen Einrichtungen heraus in das häusliche Umfeld zu übertragen sowie den ärztlich oder psychotherapeutisch angeleiteten Behandlungsplan zu unterstützen. Durch den Einsatz von tragbaren Biofeedbackgeräten ist es deshalb auch möglich, dass der therapeutengeleitete Einsatz reduziert werden kann, da die Selbsthilfemöglichkeiten der Patienten verbessert werden. Gerade in diesem Bereich ist für die Zukunft zu hoffen, dass diese wissenschaftlich fundierten Ergebnisse vermehrt Einzug in der praktischen Versorgung finden [...]"

Biofeedback bei CMD und Schmerz wirksam

Die Wirksamkeit von Biofeedback bei CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) ist durch mind. zwei kontrollierte Studien und Metaanalysen belegt und zeigt vor allem sehr positive Effekte bzgl. der Reduktion von Schmerzsymptomatiken.1,2 Zielführend ist v.a. ein muskuläres Wahrnehmungs- und Koordinationstraining,3 das u.a. die Selbstwirksamkeitserwartung fördert. Die Angaben zu Erfolg (69%) und Effektstabilität4 decken sich mit unserer Erfahrung mit dem Bruxismustrainer MyoStaeb® E aus 18 Jahren. Auch Schienentherapie ist in Kombination mit Biofeedback wirksamer.5 Wesentlich für den Erfolg ist eine fachliche Begleitung des Patienten (v.a. bei Heimanwendung), um Fehltraining zu vermeiden.

1 Martin A., Rief W. (Hrsg.) (2010). Wie wirksam ist Biofeedback? Bern, Hans Huber *** 2 https://de.wikipedia.org/wiki/Biofeedback*** 3 Basler H-D. u.a. (Hrsg.) (3. erw. Aufl., 2013). Psychologische Schmerztherapie. Berlin. Springer *** 4 Crider A.B., Glaros A.G. (1999). A meta-analysis of EMG biofeedback treatment of temporomandibular disorders. Journal of Orofacial Pain (13), 29-37 *** 5 Shedden Mora, M., Weber, D. u.a. (2013), Biofeedback-based cognitive-behavioral treatment compared with occlusal splint for temporomandibular disorder, Clin J Pain (29), 1057-1065
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